Nachlese zu Rock am See ’12

P1040486Inzwischen ist es praktisch schon eine Tradition von mir jedes Jahr zumindest einen Tag am Bodensee zu verbringen, war es um mit Freunden einen Campingurlaub zu machen und, ungerechtfertigerweise, vom Platz geschmissen zu werden oder das Konstanzer Seenachtfest. Dieses Jahr bot sich, nach 2009, wiedereinmal das Rock am See – Festival an.

Nachdem wir uns samstagmorgens dann mithilfe einiger, wunderschönen, Schildern Mitfahrer für das Ba-Wü-Ticket zu finden, konnte es losgehen Richtung Konstanz. Dort konnte man sich dann direkt einmal um ein paar Plätze in den Shuttlebussen bemühen um zum Bodenseestadion zukommen. Glücklicherweise gab es mehr als genug Busse, die sehr häufig gefahren sind.

Da waren wir dann also, von dem dauernden Nieselregen angefeuchtet, aber wir waren guter Dinge, wie sich zeigen sollte auch zu Recht. Dennoch möchte hier noch kurz anmerken, dass es doch reichlich seltsam ist, dass man sich ein Festivalbändchen extra kaufen musste, falls man die Teile, wie ich, gerne an seinen Armen sammelt, zusätzlich waren diese Bändchen sowieso sehr sinnfrei, da man mit ihnen das Gelände nicht verlassen und wiederbetreten konnte.

P1040508Los ging es dann um 13Uhr mit ITCHY POOPZKIDS, mit welchen ich mich bis dato nicht sonderlich beschäftigt hatte, zu Unrecht wie sich heraustellt. Denn trotz des mauen Wetters und der frühen Uhrzeit ging bereits jetzt richtig die Post ab. Leider konnten weder JUPITER JONES oder ANGELS & AIRWAVES welche anschließend spielten, das Momentum weitertransportieren. Gerade bei AvA, mit dem Sänger/Gitarissten Tom DeLonge von blink-182 hatte ich mir einiges erhofft. Im Endeffekt war es dann aber nicht wirklich meine Musik. Dadurch hatten wir allerdings die Gelegenheit ein bisschen durch die überfüllten Verkaufstände zu laufen und uns etwas umzuschauen. Inzwischen war nun auch der Bereich vorm ersten Wellenbrecher dicht (was sich für den Rest des Tages auch nicht mehr ändern sollte) also schauten wir uns die nächste Band aus dem zweiten Bereich an. Eigentlich hätten an diesem Tag noch die BEATSTEAKS spielen sollen, diese konnten jedoch, aufgrund eines Unfalles eines der Bandmitglieder, nicht auftreten und so sprangen KRAFTKLUB als Ersatz ein. Lustigerweise ist das sowohl bei einem Beatsteaksauftritt als auch bei Rock am See das zweite Mal, dass es nicht unbedingt so läuft wie geplant, so wurde einmal ein Konzert in Stuttgart um 4 Monate verschoben,was wir dann auch erst erfahren hatten, als wir bereits am CongressCentrum waren und es eigentlich in 2 Stunden losgehen sollte, das andere Mal war das 2009er RaS, bei dem sich einen Tag vor dem Festival der damalige Headliner Oasis auflöste (wobei dafür dann Deep Purple einsprangen, also will ich mich da gar nicht beklagen).

P1040521Aufjedenfall konnten Kraftklub durch eine sehr gute Liveshow und stimmungsmache überzeugen und vertraten die Beatsteaks damit sehr gut. Anschließend war es dann soweit und FLOGGING MOLLY spielten. Da diese zu meine All-Time-Favorites zählen war ich natürlich sehr gespannt auf sie und muss leider sagen, dass sie, gerade im Vergleich zu den davor spielenden Kraftklub, nicht ganz so gut waren, wie ich’s mir gewünscht hatte, bzw wie ich sie damals 2010 beim Rock am Bach erlebt hatte. Dafür konnte ich mir dann später am Tag noch Autogramme der Bandmitglieder abstauben. (Erstaunlicherweise befanden sich nur geschätze 40 weitere Menschen mit in der Warte“schlange“.) Nachdem nun der Tag weiter vorangeschritten war und sowohl Kraftklub als auch Flogging Molly für viel Bewegung gesorgt hatten, musste ich mich dann auch mal in der Schlange vor einer Vesperbude einreihen. Schupfnudeln war das Mittel der Wahl um die Energiereserven wieder aufzufüllen. Leider schien es jedoch so, dass die Verkaufsbuden nicht auf so viele Festivalbesucher ausgelegt waren, denn es dauert praktisch den kompletten Auftritt von SOCIAL DISTORTION bis ich mein dampfendes Essen in den Händen halten konnte. Logischerweise bekam ich dadurch auch nicht besonderes viel von dieser Band mit.

P1040538Nun war es dann auch für das soweit für das Highligth des Abends: GREEN DAY. Da die, durch die Wellenbrecher abgeteilten Bereich beide schon lange zum Bersten gefüllt waren und eigentlich auch der ganze Rest des Stadions, machten wir es uns am anderen  Ende auf den obersten Tribünen bequem, von wo wir einen super Ausblick auf die Bühne hatte und damit konnte die Show auch losgehen.
Hatte ich zu Anfang noch die Befürchtung das Green Day das Headliner-Syndrom haben könnten (d.h. eine große Band, mit guten Studioaufnahmen, deren Liveshow aber sehr mau sind, da sie effektiv einfach nur ihre Lieder runterspielen) wurde ich bereits nach den ersten Liedern eines besseren belehrt. Habt ihr jemals die Gelegenheit Green Day live zu sehen, dann macht das aufjedenfall.

Damit war dann das Festival auch beendet, nicht jedoch der Abend, schließlich hieß es jetzt bis morgens um halb 7 die Zeit irgendwie totzuschlagen, denn erst dann gab es wieder die erste Möglichkeit mit der Bahn nachhause zukommen. Um zumindest etwas Zeit totzuschlagen ging es anschließend, dann erst noch in eine Kinospätvorstellung. Die Wahl dabei viel auf Total Recall, da es der einzige Film, ohne 3D-Zuschlag war, der um die Uhrzeit noch lief. Eigentlich möchte ich über den Film nicht allzu viele Worte verlieren.. aber ich denke jeder kann sich seinen Teil denken, wenn ein großer Teil des Originals auf dem Mars spielte und dies nun im Remake durch Australien ersetzt wurde. Zumindest liesen sich so 2 Stunden Zeit im Warmen totschlagen, denn draußen pfiff ein eiskalter Wind. Aus diesem Grund bestand auch ein Großteil der weiteren Zeit darin, dass wir uns ein Windgeschütztes Fleckchen Erde suchten um ein wenig zu rasten. Nachdem das im erstklassigen Pennerstyle geschafft war, konnte es dann endlich an den Bahnhof gehen um wieder nach Mitfahrern zu suchen. Glücklicherweise konnte ich michbei ein paar Leuten, aus der Ecke um Nürnberg, bei ihrem Wochenendticket anschließen, sodass ich ich für die komplette Hin- und Rückfahrt nur etwa 20€ zahlen musste, danke nochmal dafür :). Schließlich kamen wir dann Sonntagvormittags, leicht gerädert in Stuttgart an.

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~ von Dante - 28. September 2012.

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