Wall of Death – Nachlese zum Summer Breeze ’12

P1040215Mittwoch, halb 3 morgens. Es ist Zeit zum Aufstehen, schließlich will man ja zeitig in Dinkelsbühl sein um sich einen guten Zeltplatz beim Summer Breeze zu sichern. Also Schlafsack, Kühltruhe und alles sonstige ins Auto gepackt, einen kleine Umweg über Mühlhausen zum Mitfahrer einsammeln eingelegt und ab auf die Autobahn. Um halb 6 waren wir dann schließlich auf den altbekannten Reweparkplatz in Dinkelsbühl und es konnte losgehen zum fröhlichen Schlangestehen. Im Gegensatz zu 2010 hatten wir diesesmal eine Platz sehr weit vorne und waren schließlich bereits um halb 10 auf dem Campingplatzgelände mit großartigem Blick auf die Main Stage. Nach dem üblichen Aufbauchaos hieß es dann erstmal ab nach Dinkelsbühl zum Rewe. Da die Shuttlebusse nun eine andere Haltestelle anfahren als bisher, war der Weg zum Rewe durch einen kleine Querfeldeinmarsch verbunden, unter einem Eisenbahnwagen durch und über einen Zaun. Aber hey was tut man nicht alles? Das sonstige Programm für Mittwoch war sehr überschaubar, keine Band, die ich unbedingt sehen musste auf der Running Order und so streifte ich ein ums andere Mal auf’s Festivalgelände um mal auf gut Glück bei ein paar Acts reinzuhören. Ich war bei OBSCURE SPHINX, welche beim New Blood Award teilnahmen und deren doomiger Metal man im Auge behalten sollten. Außerdem war ich noch bei MUNICIPAL WASTE und BULLET. Eigentlich wäre auch noch RAGE aufm Plan gestanden, aber irgendwann machte sich dann doch das Bedürfnis nach Schlaf bemerkbar und so kroch ich dann mit dem, im Hintergrund laufenden „Straight to Hell“ in den Schlafsack.

Donnerstag: Da war er auch schon, der obligatorische Schlechtwettertag. War der Tag zuvor noch P1040230brütend heiß wurde dieser nun von Nässe und Kälte beherrscht, dazu der Himmel grau in grau. Zum Glück brach gegen Nachmittag dann wieder das gute Wetter hervor und so packte ich mich bis dahin in das Wärmste, was ich mir an Klamotten mitgebracht hatte, machte ein Frühstücksbier auf und wartet darauf wieder auf das Gelände zu können.  Die erste Band von Interesse, war für mich MÅNEGARMschließlich wurden diese im Programmheft all jenen empfohlen, die Fans von Equilibrium und Finntroll sind. Es war aufjedenfall eine gute Unterhaltung . Danach konnte ich dann mal durch die Verkaufsstände schlendern, während im Hintergrund dazu DARKEST HOUR spielten. Nach einem kurzen Trip zurück zum Zelt, zum Mittagessen, ging es dann direkt weiter zu EPICADanach ging’s dann so richtig los, ab in’s Partyzelt zu ALCEST, der ersten Shoegaze-Band, welche ich live gesehen hab, dann wieder zur Main Stage, etwas ICED EARTH und daran anschließend auf der Pain Stage DIE APOKALYPTISCHEN REITER, welche ich mir nach den ersten zwei Liedern nur noch aus der Ferne angesehen hab. Da sich mit Vans in den Pit zu stellen, nicht immer die sonderlich beste Idee ist (Aber hey, bei „Riders of the Storm“ und „Es wir Schlimmer“ muss man einfach direkt im Geschehen sein, macht ja ansonsten gar keinen Spaß). Nach den Reitern ging es wieder zurück ins Zelt zu WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER. Um meinen Füßen einen Gefallen zu tun, hab ich mich für deren Show auf eine Absperrung gesetzt und mir das ganze aus gemütlicher Entfernung angeschaut, und langsam wird’s echt Zeit, dass die wieder mit neuem Materiel aufwarten, im Endeffekt war das nämlich wieder die gleiche Show wie bereits 2010. Aber das war ja noch nicht alles, schließlich warteten noch ELUVEITIE und SUBWAY TO SALLY. Letztere wieder mit  guter Liveperfomance. Einzig störend war die immense Menge an Crowdsurfern, welche sich vorne tragen liesenP1040247. Es wurde auch nicht unbedingt dadurch besser, dass sie das Lied „Das schwarze Meer“ spielten, mit dem Kommentar, dass es unter  dem Eindruck der Menge an Crowdsurfern beim 2010er Summer Breeze entstanden ist. Nach StS wollte ich mir eigentlich noch DEATHSTARS anschaun, merkte aber schnell, dass ich diese ja bereits im Dezember als Vorband zu Rammstein gesehen hatte. Daher nochmal ein letzter Ausflug ins Partyzelt für die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS um dann erschöpft zum Zeltplatz zurück zulaufen und eine verdiente Mütze Schlaf zu tanken.

Freitag: Aufwachen und so schnell wie möglich aus dem Zelt raus,P1040317 war die Devise, denn die Hitze war wieder da und dazu auch der strahlend blaue Himmel.  Für den Tag heute stand nicht viel auf dem Programm, so konnte man dann auch erst nochmal gemütlich nach Dinkelsbühl ein bisschen die Vorräte auffüllen. Einen Energydrink und einer Melone später stand man dann wieder vor der Pain Stage für MONO INC.. Mit dabei ein Free Hugs – Plakat, damit man auch was zu tun hat, den Tag über. Nach Mono Inc. und einer kleine Runde über den Campingplatz mit ebenjenem Schild, einer Runde Limbo und dem Durchqueren eines Slowmotionbereichs ging es dann zu HEIDEVOLK, welche für richtig gute Stimmung im Partyzelt sorgten. Weil man eh gerade aufm Gelände war ging es dann danach noch zu WITHIN TEMPTATION, davor bekam man aber noch ein gutes Stück vom Auftritt von SIX FEET UNDER mit. Bei Within Temptation war es allerdings richtig übel, was die Crowdsurfer anging, es macht echt keine Spaß mehr, wenn man eigentlich die ganze Zeit nach hinten schauen muss, statt auf die Bühne um nicht schon wieder nen Springerstiefel, oder einen Hintern oder sonstwas auf den Kopf geschlagen zu bekommen. Danach war erstmal wieder Pause angesagt, nach 12 hab ich mir ein wenig CORVUS CORAX angeschaut, welche mich  positiv überrascht haben und danach ne Runde EISREGEN im Partyzelt gegeben. Im Anschluss hatte ich eigentlich noch vor mir MENHIR und AHAB zu geben, da ich aber bereits während Eisregen fast eingeschlafen bin, wurde daraus nichts mehr (Der Vortag und die Hitze verlangten ihren Tribut).

Samstag: Durchgehender Sonnenschein kann auch Nachteile P1040377haben, zum Beispiel den schönen Sonnenbrand, den ich mir eingefangen hatte und der das in der Sonne stehen etwas schmerzhaft machte, so kam es, dass die Liste an Bands die ich mir an diesem Tag ansehen wollte ein bisschen zusammengeschrumpft ist, sowohl BETONTOD als auch SEPULTURA hörte ich mir vom Zeltplatz aus an und genoß es im Schatten zu sitzen und eine Windhose zu beobachten die durch den Campingplatz lief, dabei eine Menge Müll in den Himmel trieb und sogar einen Pavillon zum fliegen brachte. Ich war dann trotzdem bei TANZWUT und richtet mich später bei der Pain Stage ein. Nachdem ich noch auf der Wiese sitzend mir LACUNA COIL reinzog, suchte ich mir weit vorne, im Schatten der Bühne einen Platz um mir OOMPH! und ASP anzuschauen. Da Pain und Main Stage abewechselnd bespielt konnte ich mir so auch noch PARADISE LOST und SICK OF IT ALL anhören. Bereits bei Oomph! kam richtig gute Stimmung auf und ich und mein Strohhut haben auch die Wall of Death überlebt. Richtig gefreut habe ich mich dann aber auf ASP, die nachdem Sick of it All einfach mal  15 Minuten früher aufgehört hatten, als geplant. Die Menge wieder so richtig anheizten. Die Band ist Live absolut zu empfehlen und es hat natürlich nicht geschadet, dass praktisch auch fast alle Lieblingslieder von mir gespielt wurden („Ich will Brennen“, „Werben“, „Schwarzes Blut“ und und und) danach kamen mir die eigentlichen Headliner um AMON AMARTH eigentlich ziemlich lahm vor. Deshalb hab ich mir auch statt mir den Auftritt komplett zu geben, mir lieber noch ein Eis geholt und mir den Rest vom Zeltplatz angehört.  Als dann der Rest eingedrudelt war, saß man noch ein bisschen gemütlich zusammen und war daran den Abend ausklingen zulassen, als wir alle dann vom Feuerwerk überrascht wurden, welches über der Main Stage in die Luft stieg. Schließlich war ja das 15jährige Jubiläum des Breezes und nicht etwa Armageddon, wie jemand über den Zeltplatz brüllte :D.

Sonntag: Der Tag war ein ziemlicher Frusttag meinerseits, ging der Abbau noch recht flott vonstatten, war man dann in einer riesigen Autoschlange gefangen. Das sich andere Fahrer an das Reisverschlussverfahren erinnerten schien wenig glaubhaft und auch sonst zog sich die Steherei ewig hin. Auch als man dann gerade dachte, man hätte alles hinter sich gelassen, ging es dann nocheinmal durch Dinkelsbühl im Stau, alles in allem ein riesiger Zeit- und auch Benzinkiller. Mal abgesehen davon, dass der Sonntag einer der heißesten Tage in diesem Jahr war.

FP1040424azit: Das Breeze hat aufjedenfall wieder große Laune gemacht und bis auf die Abfahrtsgeschichte habe ich eigentlich nichts zu bemängeln (Auch wenn’s lustigersweise am zweiten Ausgang wohl viel schneller ging). Ich fands erstaunlich, dass man bei einem so großen Festival so oft mit Leuten zusammenstößt die man kennt, ich hab glaube ich wirklich jeden getroffen, den ich kennen könnte. Ansonsten gab es halt beim Bandaufgebot eine große Ähnlichkeit zum Breeze von 2010. Dafür hab ich aber auch einige gute, mir bis dato nicht so bekannte Bands mitgenommen und den musikalischen Horizont erweitert. Abgesehen davon gab’s tolles Wetter und Bier, wer will sich da denn noch beklagen \m/

~ von Dante - 23. August 2012.

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