Newsflesh: Feed & Deadline

„Medical authorities in Cumberland have concluded that in all cases, the killers are eating the flesh of the people they murdered. And so this incredible story becomes more ghastly with each report. It’s difficult to imagine such a thing actually happening, but these are the reports we have been receiving and passing on to you, reports which have been verified as completely as is possible in this confused situation. „  (Night of the Living Dead -1968)

Die Toten wandeln wieder mal auf Erden. Es gibt eine unglaubliche Anzahl an Büchern, Comics, Filmen und sogar Serien, die sich mit dem Ausbruch einer Zombieapokalypse beschäftigen. Während im Großteil es hauptsächlich um’s nackte Überleben geht, wird viel seltener der Frage nachgegangen: Was passiert mit der Welt, falls wir die Apokalypse überleben? Wie verändert sich unsere Art zu leben? Wird man die Bedrohung überhaupt los? Daher war ich gespannt darauf die ersten zwei Teile von Mira Grants Newslfesh-Trilogie in die Finger zu kommen (der dritte Teil erscheint nächsten Monat) in denen es um die Welt nach dem Rising geht.

Aber zur Vorgeschichte: In der Mitte der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts leidet kein Mensch mehr unter Krebs oder  der einfachen Grippe. Grund hierfür sind zwei Retroviren, die inzwischen jeder Mensch, bzw jedes Säugetier in sich trägt. Marburg-Amberlee und Kellis, beide darauf ausgerichtet die Menschheit zu heilen und auch beide erfolgreich. Jedoch mit einem, kleinen Manko: Die Kombination aus beiden – Kellis-Amberlee- sorgt für die Auferstehung der Toten und zwar nicht im biblischen Sinne.

Der Clou daran ist, jeder ist bereits mit dem Virus infiziert, allerdings befindet es sich quasi in einem Schlafzustand und wird erst aktiv,  wenn der Wirt stirbt, oder wenn aktive Viren in die Blutbahnen gelangen, z.B. durch einen Biss.  Aus diesem Grund, ist der Bluttest der einem in wenigen Sekunden sagen kann, ob die Viren noch schlafen, oder eben nicht, allgegenwärtig. Die Handlung spielt um 2039/2040 also rund 25 Jahre nach dem Rising.

Was will man sagen, die Menschheit ist nicht untergangen, allerdings bestimmen die lebenden Toten, durch ihre reine Existenz und die Gefahr, dass man sich jederzeit selbst ihren Reihen anschließen kann, stark die Verhaltensweise der Leute. Soviel erst einmal zur Grundlage der Geschichte. Zentrale Protagonisten sind die die Geschwister Georgia und Shaun Mason und die restliche Crew des Blogs After The End Times. Im ersten Buch Feed geht es nun darum wie eben jenes Bloggerteam dazu auserwählt wird, den Präsidentschaftswahlkampf von Senator Rymann zu begleiten und zu dokumentieren. Also, eine politische Kampagne in einer Postzombieapokalyptischen Welt, da schreit e doch gerade nach Intrige und Sabotage. Wenn dann aufeinmal Detektoren nicht mehr funktionieren und ein Infektionsausbruch die Familie des Senators betrifft ist für die zwei Protagonisten schnell klar, dass sie sich auf etwas eingelassen haben, aus dem man nicht mehr lebend raus kommt.

Der zweite Teil – Deadline –  setzt nun kurz nach dem Showdown des ersten Teils ein, da ich hier nicht großartig spoilen möchte, muss ich leider auf eine Zusammenfassung verzichten. Soviel sei aber gesagt,über den Ursprung von Kellis-Amberlee gibt es wohl Kapitel in der Geschichtsschreibung, die bis dato unter Verschluss gehalten werden.

Ich muss sagen, dass es mir viel Spaß gemacht hat die Bücher zu lesen. Besonderes gut gefällt mir einerseits die sehr sehr lebendig wirkenden Charaktere in den Büchern und andererseits mit welcher Detailverliebtheit an die Beschreibung der veränderten Welt herangegangen wurde. Hintergrundinformation über die gesellschaftliche Entwicklung sowie über die wissenschaftliche Hintergründe des Zombievirus. Ein sehr schönes Stilmittel sind die zwischen den einzelen Buchkapiteln eingestreute Auszüge aus den persönliche Blogs der handelnden Personen, die teilweise quasi gleichzeitig zur Handlung geschrieben wurden oder diese aus der Zukunft rekapitulieren. Auch hierdurch wirken die Figuren gleich mal eine Ecker realer. Ein einzies Problem, hatte zu Beginn mit Feed. Es dauert lange bis die Handlung einmal richtig in Gang kommt , was sogar dazu geführt hat, dass ich das Buch mehrere Wochen aus der Hand gelegt hab, bevor ich ihm wieder eine neue Chance gegeben habe und zwar zu Recht. Ist man ersteinmal vollkommen in die Handlung eingetaucht liest man das Buch in maximal ein zwei Tagen weg. Deadline macht dabei nicht den gleichen Fehler wie sein Vorgänger und verzichtet auf allzu langatmige Seqeunzen. Hier spürt eigentlich direkt von Anfang an die Spannung.

Also, mir gefällt’s.

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~ von Dante - 1. Juni 2012.

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