Irland

Die ersten Tage des physikalisches Praktikums habe ich jetzt  hinter mich gebracht und damit ist es offiziell: der Urlaub ist vorbei. Deshalb wird’s auch endlich mal Zeit meine Irlandimpressionen niederzuschreiben.

Mittwoch 10. August

Ankunft in Dublin um ca. 17.15Uhr und das erste was einem auffällt ist, das jedes Schild zweisprachig ist, Gälisch/Englisch und, dass das Flughafenpersonal mit grünen Krawatten herum rennt (so ..unklischeehaft^^). Nachdem wir uns von Terminal 2 zu Terminal 1 gekämpft  und endlich einen Kiosk gefunden hatten, an dem sich das 3-Tage „Rambler – Ticket“ kaufen konnte ging’s also ab ins Hotel, d.h. erst in den Bus, aus den Bus zum nächsten Bus, raus aus dem durch eine Menge Fußballfans gewatet (an dem Tag fand das Länderspiel Irland gegen Kroation in Dublin statt) um endlich im Hotel (Ballsbridge Inn)P1030067 anzukommen. Nach einigen Problemen mit den Schließmechanismen der Türen und freundlicher Hilfe vom Portier,  konnten unser Zimmer begutachten und endlich duschen. Um den Abend schön ausklingen zu lassen ging’s dann noch in die Hoteleigene Bar „The Dubliner“ und hier fiel einem gleich einer  der markantesten Unterschiede zu deutschen Kneipen auf. Sowas wie eine Getränkekarte gibt es nicht, einfach zum Tresen, bestellen und hoffen, dass man noch genug Geld dabei hat für das nächste Pint Bier.

Anstatt jetzt weiter zusammenzufassen was genau wir wann gemacht haben gebe ich lieber einen „kurze“ Zusammenfassung. Die nächsten 3 Tage sind wir also durch Dublin gewandert, haben uns das Trinity College, die St. Patrick’s Cathedrale, noch viele weitere Gebäude und die vielen verwinkelten Gassen und Straßen angeschaut und ich habe mich in das Temple Bar Viertel verliebt, nicht so sehr wegen den Bars sondern viel mehr wegen dem Flair, den Straßenmusikanten und den Szeneläden. Außerdem gab es da eine Eisdiele mit Meersalzeis, hört sich erstmal total eklig an, aber wer sich überwindet wird belohnt. Eisdielen sind auch noch einmal so eine irische Spezialität. Man bestellt dort nicht in Eiskugeln sondern ein kleines, mittleres oder großes Eis (wobei das kleine schon die 3,50€ kostet) und sucht sich dann noch zwei Geschmacksrichtungen aus und fertig.

P1030192Am 13. August ging’s dann ab zum Bahnhof Heuston, von dem wir dann nach Killarney (Südwestirland) gefahren sind. Dort dann auf gut Glück mal in eine Richtung gelaufen und nach einiger Zeit dann im Hotel/Motel, ich weiß nicht genau was, angekommen. Killarney unterscheidet sich im Stadtkern nicht so sonderlich von den Einkaufspassagen Dublins. Es scheint wirklich so, dass das einzige was man in dieser Stadt machen kann Wandern oder Geld ausgeben ist.  Da wir vom letzteren nicht so viel hatten beschränkten wir uns also auf die Erkundung des Ortes und der Umgebung (und auf ein paar kleine Abstecher in Secondhandbücherladen etc). Wir waren am Ross Castle, dass am Lough Leane liegt, sind durch den Nationalpark gelaufen und haben das schöne Wetter ein wenig genoßen (Ja kein Witz, es hat wirklich die Sonne geschienen, im Gegensatz zu Dublin, wo dann doch alles mehr grau in grau war). Die 5 Tage in Killarney waren alles in allem mehr die „Chill-Out“ Zeit wo man sich auch einfach in eins seiner neu gekauften Bücher vertieft hat.

Zum Abschluß haben wir uns dann als kleines Schmankerl noch eine Tour mit dem Ghostbus gegönnt. Dabei fährt man in einem schön dekoriertem Bus in der Gegend herum, 2 kleine Märsche zum Ross Castle und ner alten Abtei und bekommt, allerhand Schauergeschichte und sonstige Folklore erzählt. Besonderes gut war die Fahrt, weil man merkte das die Veranstalter wirklich Spaß an ihrem Beruf hatten.

P1030163Am 18. hieß es dann auschecken und wieder ab nach Dublin zum Airport, diesmal mit dem Bus (hat sich als um einiges günstiger als mit dem Zug erwiesen). Der Unterschied zu Hinfahrt lag nicht nur im Preis, sondern man sieht einfach viel mehr vom Land und von den Städten wenn man nicht auf Gleisen unterwegs ist. Endlich um 10Uhr abends waren wir am Airport, doch zuerst wollte uns der Busfahrer erzählen, dass wenn man am Bahnhof aussteigen will, man 6€ extra zahlen muss. Ich mein macht ja auch Sinn, die komplette Strecke 25€ und wenn ich dann mittendrin wo aussteigen will zahl ich nochmal 6€? Zum Glück waren wir da schon draußen und hatten unsere Koffer (Genau genommen erzählte das der Fahrer  den Leute die nach uns aussteigen wollten… Glück muss man haben).

Also da waren wir, am Flughafen.. und es waren ja nur noch 14 Studen bis unserer Flug planmäßig abheben sollte, ihr könnt euch vorstellen, das die Zeit wie im Flug (haha) verging. Aber immerhin auf der Departuretafel war er schon angeschrieben. Naja, so eine Nacht am Flughafen ist schon was interessantes. Ich hab noch nie so viele verschiedene, akrobatische Formen zu Schlafen gesehen. Nachdem man die Nacht irgendwie rumgebracht hatte, die Koffer endlich aufgegeben hatte, dann der Schock unser Flug hatte auf einmal 2 1/2 Stunden. Ich weiß nicht warum aber diese 2 1/2 Stunden verschwanden dann genauso plötzlich wie sie aufgetaucht waren und wir konnten um 12Uhr zurück ins warme Deutschland fliegen (Temperatursprung von 17° auf 27°).

Was zum Schluss noch zu sagen wäre, Alkohol ist in Irland ziemlich teuer (teilweise mehr als doppelt so viel, wie man hier so bezahlt), aber ansonsten auf jeden Fall ne Reise wert.

P1030240

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~ von Dante - 4. September 2011.

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