Fazit

Donnerstag, 7.April. Inzwischen ist bereits mehr als eine Woche seit dem großen Wahlwochenende vergangen. ( Landtagswahl in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, sowie Kommunalwahl in Hessen). Plakate sind abgehängt und ein Teil davon schon auf den Weg nach Bremen zur nächsten Wahl. Nachdem ich heute noch eine Nachklausur in linearer Algebra schreiben musste, hatte ich die Tage noch keine  Zeit um ein Fazit aus dem Wahlkampf zu ziehen und ein paar Gedanken zur Wahl allgemein.

Karte_Landkreis_Ludwigsburg wahlergebnisse piraten

Original:Franzpaul, Lencer, Kjunix (http://bit.ly/eLDNsg)

2,1%, so lautet das Wahlergebnis der Piraten für Baden-Württemberg. Liegt zwar in meinem Schätzbereich von 2-3%, allerdings hatte ich mir mehr erhofft. V.a in den 2 Wahlkreisen Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen, in denen ich hauptsächlich aktiv mitgearbeitet habe, war das Ergebnis von jeweils 1,93% enttäuschend.

Ich weiß, das es nicht in erster Linie darum geht gute Ergebnisse einzufahren, sondern die Punkte von denen man überzeugt ist zu vertreten. Daher rührt aber auch nicht meine Enttäuschung.

Vielmehr enttäuscht hat mich, das der Eindruck, den ich bei Gesprächen an Infoständen hatte, sich nicht im Ergebnis bestätigt wurde. Nämlich, das die Piraten nun viel bekannter sind als 2009 und auch, dass wir viel seltener mit Klischees konfrontiert werden.

„Analyse“ der Wahl in BaWü

Die klaren Gewinner dieser Wahl sind die Grünen mit einem Zuwachs von mehr als 12%,. Sie sind jetzt auch zum ersten Mal in ihrer Geschichte in der Lage, einen Ministerpräsidenten zu stellen. Aber warum haben die Grünen so gut abgeschnitten? Fukushima, sollte inzwischen jeden ein Begriff sein und auch wenn es sich zynisch anhört, hat der Tsunami in Japan mit dem folgenden (Super?) GAU den Grünen mit zu ihrem Wahlergebnis verholfen. Ein zweiter Punkt der hier im Ländle beherrschend war, war Stuttgart 21, was ich z.B im sehr guten Abschneiden der Grünen in den 4 Stuttgarter Wahlkreisen zeigt und auch der 30.09.10 dürfte noch nicht in Vergessenheit geraten sein.

Diese Themen waren die Symptome eines Konflikts der Bürger mit ihrer Landesregierung. Viele hatten die Schnauze voll von Mappus und seinen Konsorten und wählten u.a auch deshalb aus taktischen Gründen grün. Aber warum Grün, warum nicht die SPD, die Linke oder Sonstige? Die SPD die erst für S21 und dann für eine Volksabstimmung war, war vermutlich zu profillos, zu verwaschen. Die Linke saß/sitzt nicht im Landtag, hier bestand, also die Gefahr einer verlorenen Stimme (gleiche Begründung für die sonstigen) und schlussendlich ist modisch geworden grün zu wählen.

Plakatgestaltung Die Landtagswahl Baden-Württemberg war ein schönes Beispiel für einen Lagerwahlkampf, und da die Piraten, im Gegensatz zu den Grünen nicht mit den Themen assoziiert werden, war es folglich schwerer sich gegen die größeren Parteien zu behaupten (Die Fragen wie wir den zu S21 und Atomkraft stehen, waren recht häufig gestellte).

Zumindest muss man sagen, dass das Wahlergebnis zeigt das die Piraten Potential haben (im Gegensatz zu den letzten Wahlen, wo man langsam das Gefühl von einem Abwärtstrend bekam) oder wie es unser Landesvorsitzender so schön ausgedrückt hat „Wir sind gekommen, um zu bleiben“.

Zu den anderen beiden Wahlen kann nicht viel mehr als die Ergebnisse nennen, da ich vom Wahlkampf selbst nichts mitbekommen habe. Also Rheinland-Pfalz 1,6% und Hessen 31 Mandate (da es keine 5%-Hürde gab).

Jetzt freu ich mich ersteinmal über die freie Zeit 🙂

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~ von Dante - 7. April 2011.

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