Wall of Death – Nachlese zum Summer Breeze

Mittwochmorgen ging es los. Wir trafen uns in Murr an einer Tankstelle um von dort mit unseren 4-Fahrzeug-Konvoi richtung Dinkelsbühl zu starten. 7 Uhr war angedacht, nachdem Oli dann um viertel Acht auch endlich da war, konnte es also losgehen.  Wagen eins: ich und Lena  mit dem „langsamsten“ Wagen (O-Ton Michi: „Du hattest zeitweise aber schon 160 Sachen drauf„), Wagen 2, das „Feuerwehrauto“: Ronald, Jaimie, Mali, Armin und sehr viel Gepäck, Wagen 3: Oli und sein Kumpel und Wagen 4: Michi und seine Freundin und Thomas. Also ab nach Dinkelsbühl, die 126 Kilometer wurden dann auch in einer guten Stunde bewältigt.

Dinkelsbühl, Reweparkplatz, Zwischenstopp. Hier sollten wir uns mit Hoppe treffen der den fünften Wagen stellte. Da sich die Warterei in die Länge zog, beschloß ich kurzerhand mir noch schnell einen Campingstuhl zu besorgen (man hatte den Eindruck der Rewe hatte sein gesamtes Sortiment gegen Campingutensilien eingetauscht,… warum nur? ;D) und zu Frühstücken. Von der Warterei auf dem Parkplatz kamen wir zur Warterei auf der Straße – Stau (Zum Glück fiel uns genug ein um gegen die Langeweile anzukämpfen). Insgesamt gingen wohl 2 Stunden dabei drauf, bis wir endlich auf dem Campinggelände ankamen. Doch dann der große Schreck, Wagen 1 wurde vom Konvoi getrennt. Während die anderen in die nähe des F-Towers geschickt wurden, ward uns ein Platz bei D (D – Zufälle gibts ^^) zugeteilt. Deswegen mussten wir, um mal gemütlich zusammensitzen zu können, immer eine kleine Wanderung in Kauf nehmen. Nachdem man die Festivaltypischen hohen Hygienestandards selbst einmal hautnah erleben konnte, das Zelt aufgebaut hatte (zum Glück bevor es richtig anfing zu regnen) und sich mit seinen Nachbarn bekannt machte – einmal eine Münchner Bagage und einmal Metalfans aus Barcelona, folgte ein erster Streifzug über das neue Terrain.

Abends ging es dann ab ins Partyzelt. Zu erst noch etwas SUFFOCATION und dann RAGE. Nach einer kleine Pause, in der wir draußen saßen, der Kälte trotzten und ein bisschen UNLEASHED mithörten, kämpften wir uns wieder durch den Knöcheltiefen Matsch um EQUILIBRIUM zu genießen. Leider kommt bei dem neuen Sänger nicht das gleiche Feeling auf wie beim Alten, was man gerade bei „Blut im Auge“ gemerkt hat. Trotzdem, guter Auftritt.

Donnerstag: Sonnenschein gleich am Morgen erhellte die Launen und die Festivalstimmung wuchs. Die wurde dann nachmittags gleich einmal von FEUERSCHWANZ weiter angefacht. Bis dato kannte ich keine Lieder von denen, muss jetzt aber sagen, die verstehen wie man Party macht. Direkt drauf folgte dann, abwechselnd auf Pain und Main Stage, ILL NINO, PARKWAY DRIVE, THE 69 EYES und DIE APOKALYPTISCHEN REITER, v.a. letztere haben eine richtig gute Performance abgelegt und mir zu einem neuen Ohrwurm verholfen („Es wird schlimmer – SCHLIMMER – als es ist, doch wir werden besser – BESSER….“). Danach wieder zum Zeltplatz und eine Abendesspause eingelegt. Lena ist dann gleich dort geblieben (Jugend von heute hat einfach kein Durchhaltevermögen mehr ^^) also bin ich dann mit dem Rest noch zu SUBWAY TO SALLY und davor noch ein bisschen DARK TRANQUILLITY. Die Sicht auf die Bühne war zwar nicht besonders gut, da Breezegänger wohl überdurchschnittlich groß sind, aber dafür gab es Feuerwerk^^.

Freitag: Bereits morgens war es nicht mehr auszuhalten im Zelt, es sei denn, man steht darauf gedünstet zu werden und dieses angenehme Gefühl, des langsam gekocht werden sollte sich die nächsten Tage noch weiter ziehen. Interssant wie innerhalb von einem Tag der Kleidungsstil von dick eingemummelt auf, Hose + Schuhe zusammenschrumpfen kann. Um 1 hieß es dann wieder ab zu den Bühnen, den Schluss von MONO INC. angehört („Ihr seid vielleicht eines der kleinsten Publikums, das wir je hatten, aber dafür seit ihr das Leiseste“ ;D), die nebenbei wirklich gut waren und dann LETZE INSTANZ und FIDDLER’S GREEN, danach konnte wir ein wenig über den Verkaufsmarkt schlendern, wo ich festgestellte, dass ich für ein Trinkhorn nicht genug Geld dabei hatte. Nach einem kurzen Reinhören in ENSIFERUM ging es richtung Partyzelt, wo WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER spielte. Das war jetzt das zweite Mal, dass ich die Band live gesehen hab und das erste Mal mit ihrer neuen 5-Mann-Besetzung und ich muss sagen, da geht immernoch sehr viel ab. Ihre Coverversion von Remmi Demmi (Deichkind) unterstrich das nur. Allerdings war durch die drückende Hitze im Zelt, danach so ziemlich die Luft raus und chillen war angesagt. Spätabends konnten wir uns dann noch aufraffen um zu HEAVEN SHALL BURN zu gehen, die mal wieder mit Politikkritik glänzten, in dem sie während eines Liedes, ein Bild von Westerwave  einblendeten, das in ein Bild eines Hundehaufens überging. Auf dem Weg machten wir allerdings einen kurzen Slushstopp und hörten uns ein wenig DAS PACK an, die auf der winzigen Camel Stage spielten.

Samstag: Es war immernoch heiß. Das hielt uns aber nicht davon ab, bereits um halb eins wieder auf dem Festivalgelände zu stehen – zu sitzen, und während UNDERTOW seine letzten Lieder spielte auf VAN CANTO zu warten, eine Band die neben einem Schlagzeug keine weiteren Instrumente besitzt und den Gitarrensound mit Gesang erzeugt. Neben eigenen Kreationen spielten sie auch Coverversion wie Battery von Blind Guardian Metallica oder Fear of the Dark von Iron Maiden und spätestens nach dem „Gitarren“-Solo, war jedem Zuhörer klar, das diese Band eine ganze Menge Potential besitzt. Nach dem Finden eines schattigen Platzes hörten wir dann den Rest von FREI.WILD und suchten, während LEAVES EYES (deren Sängerin aus einem Kaff bei Steinheim kommt, wo Lena wohnt^^) spielten, einen guten, im Schatten der Main Stage gelegenen Platz, von dem wir aus auch eine super Sicht auf EISBRECHER hatten (Ich sag nur vierte Reihe). Nach einem intrnationalen Plausch mit unseren spanischen Zeltnachbarn („You want some Beer?“) und dem Austauschen von Facebooknamen (^^“) ging es zu SEPULTURA und – ganz wichtig – KORPIKLAANI, die dafür sorgten, das obwohl sie auf der Pain Stage spielten, noch die Leute im Main Stage – Bereich mittanzten (Und ja sie spielten meine Lieblingslieder<3). Danach wurde es dann still, und alle Augen richtetn sich auf die Main Stage, den nun war es Zeit für den, streng geheimgehaltenen (/Ironie) Surprise Act (der so geheim war, das er sogar auf den Summer Breeze Shirts bei den Bandnamen dabeistand) BÜLENT CEYLAN, der 20 Minuten lang ein Bühnenprogramm abzog und die Menge begeisterte, so dass er am Ende gar nicht mehr aufhörenwollte und noch eine Runde Stage Diving betrieb. Zum Abschluss des Tages und des Festivals folgten am Abend dann noch etwas DARK FUNERAL (die einfach nur schlecht waren) und CHILDREN OF BODOM und danach noch etwas ASPHYX und EISREGEN (O-Ton Oli: „Die wohl bösesten Dark Metaller„) im Partyzelt.

Also, was kann ich nach 4 Tagen Summer Breeze sagen? Ich bin ziemlich braun geworden und weiß die modernen Errungenschaften einer Toilette mit fließend Wasser wieder zu schätzen. Außerdem weiß ich jetzt, das man Brot und Pitataschen mit Hilfe eines Autos und der Sonne steinhart toasten kann. Ich habe, das wohl pervers-geilste Eis gegessen (Softeis, mit verschiedenen Streusel, bspw. Marzipan-Krokant). Es gibt Menschen, die sich mit Panzertap vor Dixiklos kleben lassen umd Geld zu betteln. Außerdem gibt es auf dem Summer Breeze praktisch bei jeder Band eine Wall of Death, das kann so aussehen wie die harmlose Wall of Folk bei Fiddler’s Green oder wie die extreme Version bei Sepultura. Sogar Bülent Ceylan hat eine WoD bekommen. Alles im Allen kann ich sagen. Summer Breeze 2010 – Ich war dabei und jederzeit wieder… wenn ich mich ein wenig erholt hab.

\m/ \m/



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~ von Dante - 23. August 2010.

4 Antworten to “Wall of Death – Nachlese zum Summer Breeze”

  1. Battery ist von Metallica…

  2. Wir haben ordentlich gerockt =D

  3. […] 1. Wall of Death – Nachlese zum Summer Breeze 2. Liliom – Erinnerungen 3. Heidelberg – Licht und Schatten […]

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